Wie der Mut zum Jobwechsel mein Leben verändert hat und wie du es mir gleichtun kannst!

Da sehe ich die Einladung zu dieser Blogparade mit dem Thema „Mut zum Jobwechsel!“ und mir schießen direkt 1000 Gedanken durch den Kopf.

„JA, diesen Mut muss man erst mal haben!“

„JA, wenn man etwas wagt, wird es sich auszahlen“

und

„GOTT SEI DANK, habe ich das damals irgendwann hinbekommen!“

Du siehst, ich musste zu diesem Thema einfach meinen Beitrag leisten und wünsche mir damit für dich 3 Dinge:

  1. dass du deine aktuelle Situation im Job einfach mal für dich analysierst,
  2. dass du evtl. Bauchschmerzen zum Thema Job für dich sehr ernst nimmst und dich diesen auch zuwendest,
  3. dass du am Ende sagst: „Mensch, was der kann, das kann ich doch auch“ :-)

Aber machen wir das Ganze mal der Reihe nach…

Den Kaffe am Morgen als Genuss erleben?

Diefenbach Coaching_kaffeeIch weiß nicht, ob du das Gefühl kennst, wenn du morgens an deinem Lieblingsplatz sitzt, deinen ersten Kaffe am Morgen schlürfst und dich dieses schöne angenehme Gefühl der Zufriedenheit durchströmt.
Du denkst an den kommenden Arbeitstag, denkst an die Menschen, mit denen du zu tun hast, lässt dir deine anstehenden Projekte durch den Kopf gehen und FREUST DICH :-)

Kennst du nicht? Kann ich verstehen!
Ich kannte das eine lange Zeit auch nicht!

Ich habe es natürlich auch nicht vermisst, weil mir gar nicht klar war, dass es so ein Gefühl überhaupt geben kann. Sicherlich hatte ich den einen oder die andere davon erzählen hören aber das waren für mich Spinnereien.

Heute kann ich dir sagen: es geht und auch du kannst dieses Gefühl haben…jeden Morgen! Na gut, fast jeden morgen ;)

Wie ich zu meinem ursprünglichen Beruf kam

Berufung? Wunschtraum? Leidenschaft?
Das waren, weiß Gott, nicht die Gründe, aufgrund derer ich meinen ursprünglichen Berufsweg einschlug.
Vielmehr stand das Schulpraktikum meiner Realschule an und ich hatte einfach keine Lust, dieses in irgendeinem x-bliebigen Betrieb abzuleisten.
Ich dachte mir: Mensch, such dir lieber selbst etwas aus.
Und mit meinen 16 Jahren ging mir dann so durch den Kopf: „die Leute in der Bank sind immer so nett und gut angezogen. Da gehste mal hin“.
Gesagt, getan! Ich wurde angenommen, hatte tolle 14 Tage, alle waren lieb zu mir und ich hatte null Ahnung von dem, was die da eigentlich wirklich tun, wenn sie sich nicht gerade um mich kümmerten.

3 Jahre später auf dem Wirtschaftsgymnasium musste und wollte ich mich dann bewerben.
Ich wollte nicht studieren, ich wollte Geld verdienen.
Schon fast logischerweise und mangels wirklicher Lebensziele bewarb ich mich bei einer Bank und wurde dann am Ende auch von einer Sparkasse als Azubi eingestellt.

Zusammengefasst war die Ausbildung die reinste Qual und brachte mir absolut keinen Spaß.
Aus Sicht meines Betriebes war ich auch für diesen Job nicht geeignet und somit wurde ich auch nur für ein Vierteljahr im Anschluss an meine Ausbildung übernommen.

In meiner jugendlichen Naivität bewarb ich mich direkt auf alles, worauf ich Lust hatte und bekam ausschließlich Absagen. Irgendwie überzeugte die mein „Mensch, ich habe von nix ne Ahnung, will’s aber trotzdem gern machen“ nicht.

Also ging ich zum damaligen Arbeitsamt. Die können mir ja dann mal helfen.
Ich saß vor einer Dame, der ich in vollen Zügen vorschwärmte, was ich gerne so machen würde und ihr einziger Kommentar auf meine Euphorie war:

„Herr Diefenbach, Sie sind Bänker. Bewerben Sie sich bitte bei Banken!“

Hm, ok…ich war also Bänker…
Beworben, genommen, gearbeitet…ich war Bänker!

An dieser Stelle möchte ich dich nun um Folgendes bitten:

Das Ganze oben liest sich natürlich ganz lustig. Du kannst auch sicher klar herauslesen, dass ich kein „Bänker aus Leidenschaft“ war, sondern ich habe mich quasi zu einem machen lassen.
Frag dich doch jetzt bitte einmal einen kurzen Moment: wie kamst du in den Job, in dem du dich gerade befindest?

Immer schon gewollt? Kindheitstraum?

Oder: gab gut Geld, deine Eltern wollten es so, mangels Alternative oder war es die erste Zusage?

Dann aber bitte Karriere!

Da ich ja nun immer wieder von Außen hörte, dass ich ja als Bänker einen tollen Job habe, der super sicher- und auch in der Gesellschaft extrem anerkannt ist, blieb ich „natürlich“ dabei.

Mit den Jahren blieb der Kick bei meiner Tätigkeit aus und ich beschloss daraufhin Karriere zu machen.

Ich bewarb mich bei einer der größten Direktbanken Deutschlands, weil ich a) mitbekam, dass all meine Kunden dort ihr Tagesgeldkonto hinverlegten und die Bank auch b) Teamleiter suchte.
Ich suchte in der Stellenausschreibung nach Begriffen, die zu meinem „Profil“ passten:

„Führungserfahrung“- nein

„Studium“- nein

„Bankausbildung“- JA

Meine Bewerbung ging raus und ich wurde eingestellt.
Warum?
Weil mein damaliger Chef in meiner Person und meiner Art ein Potenzial  sah. Ich bin ihm bis heute sehr dankbar für diese Chance, die mir sicher kaum eine andere Person gegeben hätte.

Diefenbach Coaching_karriereNun wurde ich also vom Bänker zur Führungskraft. Na, wenn das mal nix ist. Darüber freut man sich gefälligst!

Tat ich auch irgendwie und mir fiel parallel dazu auf, dass ich mit Anfang 20 genau 10 Jahre jünger als mein jüngstes Teammitglied war und ich auch eigentlich (s.o.) gar keine Ahnung von Führung hatte.
In diesem Moment traf ich jedoch die richtige Entscheidung, in dem ich mir sagte „Du bist jetzt als Chef einfach so, wie du immer bist. Entweder klappt es oder es klappt nicht!“
Und es klappte! Ich hatte ein tolles Team und wir hatten großartigen Erfolg.

Kurze Unterbrechung an dieser Stelle und wieder meine Bitte an dich:
Frage dich doch jetzt einmal ganz genau: warum machst du gerade den Job, in dem du tätig bist?
Leidenschaft? Weil du ihn liebst? Weil es deine Berufung ist?
Oder, weil du es schon immer tust, ihn gut kannst, erfolgreich bist und so weiter?

Karriere! Und jetzt?

Ich wechselte die Unternehmen. Mal initiativ, mal riefen Headhunter bei mir an.
Bei meinen neuen Arbeitgebern schuf ich Abteilungen, baute sie auf und machte sie erfolgreich!
Unrentable Bereiche übernahm ich und machte sie rentabel.
Zerstrittene Teams wurden mir übergeben und ich machte aus ihnen eine Einheit.
Ich leitete Außendienste, Selbständige und koordinierte Servicepartner in DACH.

Irgendwann war ich eine Hierarchiestufe unter dem Vorstand angekommen und jetzt musste ich mich doch toll fühlen.
Ich tat es nicht!
Ich hatte tolle Chefs, großartige Kollegen und fantastische Teams. Sie alle haben bis heute einen Platz in meinem Herzen.
Aber es ging mir einfach nicht gut!

Und auch an diesem Punkt möchte ich dir wieder eine Frage stellen:
Wenn du Karriere machst oder sie gemacht hast, erfüllt sie dich auch? Gibt sie dir ein inneres Glücksgefühl? Erfüllt sie dein Herz mit Freude?
Oder ist Karriere „das, was man machen soll“, der Anstieg deines Gehaltes und die Anerkennung in der Gesellschaft?

Ich begann mich zu hinterfragen! 

Ich konnte das Gefühl in mir nicht greifen.
Ich wusste nicht, was es zu bedeuten hatte und es konnte doch auch gar nicht echt sein.
Ich hatte gutes Geld, eine Eigentumswohnung, eine Beziehung, Freunde, Hobbys, usw.

Aber eines hatte ich nicht: eine innere Zufriedenheit in mir.

Ich spürte, dass, was ich im Außen lebte nicht zu dem passt, was ich aus meinem Inneren heraus wollte.
Dazu kam, dass mein Körper anfing mir Signale zu senden. Müdigkeit, Erschöpfung und Wehwehchen.
Er teilte mir eines ganz klar mit: wenn du jetzt nicht handelst, zwinge ich dich dazu.
Das wollte ich nicht!

Und so begann ich, mein ganzes Leben zu hinterfragen…

Auch hier wieder ein kurzer Cut und frage dich bitte:
kennst du dieses Gefühl, dass du ganz genau spürst, dass gerade etwas nicht passt?
Der Kopf will das nicht wahrhaben doch dein Herz sagt es dir ganz genau?
Im Außen passt etwas ganz gewaltig nicht zu deinen inneren Bedürfnissen?

Nimm es ernst, du bist mit diesem Gefühl nicht allein und es will wahrgenommen werden!

Ich bekam meine Erkenntnisse!

Ich nahm mir eine Auszeit und setzte mich sehr viel mit mir auseinander.
Ich stellte mir alle Fragen, die ich dir im Verlaufe des Textes auch gestellt habe und ich beantwortete sie mir schonungslos.
Das war hart und total schwierig, weil ich damals noch keine Ahnung hatte, dass ich das nicht allein hätte tun müssen.

Von daher dauerte es aber ich hatte meine Erkenntnisse:

  1. warum Bänker? – weil ich da einfach reingerutscht bin!
  2. warum Karriere? – weil ich damit versuchte, meinen Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit zu verwirklichen!
  3. warum Führungskraft? – weil ich die Arbeit mit den Menschen liebe
  4. warum meine Tätigkeit? – weil ich sie beherrschte und darin sehr gut war
  5. warum nicht glücklich? – weil 80% der vorherigen Punkte zu meinen wahren inneren Bedürfnissen passte!

Und eines war mir jetzt klar: es muss sich etwas ändern!

Ich frage dich hier erneut:
Welche Erkenntnisse hast du gerade für dich und vielleicht weißt du auch schon längst, dass sich bei dir etwas ändern muss!?

Der Mut zum Jobwechsel!

Unabhängigkeit, Freiheit, Arbeit mit Menschen, mich selbst verwirklichen und niemanden, der mir dabei reinredet: das war das, was ich jetzt wollte!

Mir war klar, dass ich in den Coaching-Bereich möchte, weil mir schon seit Jahren jeder in meinem Umfeld sagte, dass ich das besonders gut kann, das doch mal selbst merken müsse. Naja, insgeheim wusste ich das ja auch.

Ich hatte schon in meinen Projekten und in meinen Führungspositionen immer mit den Menschen und niemals an den Zahlen gearbeitet.
Wenn der Mensch sich wohlfühlt, bringt er auch gerne seine Bestleistung und mir war es immer wichtig, dass meine Mitarbeiter sich wohlfühlten und einfach ihr Bestes geben konnten.
Ohne Druck, sondern aus ihrem eigenen Antrieb heraus. Für sie selbst und ihr eigenes Wohlbefinden.

Der Erfolg war die logische Konsequenz aus alldem. Viele Unternehmen sind heute noch nicht so weit dies zu erkennen.

Ich schon :-)

DAS wollte ich jetzt machen! Das wollte ich jetzt leben!

Es dann aber auch tun!

Und glaub mir, dass dies der schwierigste Teil war!

Wenn du einmal an einem Punkt der Veränderung stehst weißt du, wie viele Argumente der Verstand dagegen findet.
In meinem Fall war es der Ausstieg aus einer sehr gut bezahlten, sicheren Managementposition hinein in eine Selbständigkeit ohne Garantien und mit vollem Risiko.
Wie oft verließ mich genau an dieser oder einer ähnlichen Stelle der Mut und ich fand mich wieder mit dem Gewohnten ab.

Ich wollte es diesmal anders machen, weil ich wusste, dass es keinen anderen Weg mehr gab.
Sicherheit ist schön und gut aber ist sie es Wert, ein anderes Leben zu leben?

Nein, ich wollte jetzt mein Leben führen!

Die besten Entscheidungen meines Lebens!

Diefenbach Coaching_glueckDie traf ich dann in der Tat.
Ich wagte den Schritt in die Selbständigkeit und ließ mich parallel coachen.
Ich bekam etwas an die Hand, was mein Leben veränderte: mein Reiss Profile!
Hier erfuhr ich auf einmal schwarz auf weiß, was meine inneren Motivatoren sind, was mir wirklich Werteglück verschafft und wie ich mir ein voll zufriedenes Leben aus meinem eigenen Antrieb gestalten kann.
Ich liebte diese Kombination aus klaren Fakten, Logik und der absoluten Stimmigkeit mit meiner Gefühlswelt.

Seitdem bin ich einfach nur glücklich.

In meinem Job beschäftige ich mich mit meinen zwei Leidenschafts-Themen.

Auf der einen Seite mit dem Thema Gewichtsreduktion für meinen Auftraggeber Weight Watchers und auf der anderen Seite mit dem Personal Coaching in  Kombination mit Erfahrungen, Einfühlungsvermögen und dem Reiss Profile als faktische Grundlage.

Ich treffe so viele Klienten, die an dem gleichen Punkt stehen, an dem ich damals stand.
Auch sie spüren, dass etwas im Außen einfach nicht dazu passt, was das Innere sich wünscht.
Die meisten trauen sich kaum dies zu äußern, weil sie oftmals noch gar nicht wissen, was genau mit ihnen los ist.
Es tut dann so gut zu sehen, wie sie durch ihr eigenes Profil so viele Erkenntnisse gewinnen und ihnen dann klar wird, dass sie alles aus ihrem eigenen Antrieb verändern und auch schaffen können.

Ich darf sie dann auf einem Stück ihres Weges begleiten,die Veränderungen sind dabei teilweise enorm und erfüllen uns mit Freude.

Meine abschließende Bitte an dich!

Nimm dir bitte die Zeit, die Fragen aus diesem Artikel ausführlich und in aller Tiefe für dich zu beantworten.

Nimm für dich an, wenn du fühlst, dass etwas in dir nicht passt.
Es ist nicht schlimm oder verrückt!
Es ist der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung, dass du genau dieses Gefühl in dir trägst.

Mache dir bewusst, wonach du strebst und was du dir wünschst.
Habe dann den Mut zur Veränderung!

Gerade im Job verbringen wir so verdammt viel Zeit, dass es sich lohnt, hier den Mut zur nötigen Veränderung aufzubringen.
Ich verspreche dir ein Gefühl, dass du nie mehr missen möchtest.
Was ich kann, das kannst du erst recht ;-)

Ich wünsche dir den Mut, den du für dich brauchst!

Wenn du dich noch etwas zu deinen Lebensmotiven einlesen- und wissen möchtest, was sie mit deinem Lebensglück zu tun haben, kannst du hier noch einiges dazu finden.

Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast: es gibt durchaus mehr davon :-) Und das kannst du dir hier sichern!

Für Fragen, Kommentare und gerne auch deine Erfahrungen nutze einfach die Kommentarfunktion.

Dirk

Dirk

Hallo, ich bin Dirk Diefenbach, 37 Jahre jung, aus Hannover und Reiss Profile Master.

Du möchtest den für dich entscheidenden Schritt nach vorne gehen? Das, was DICH ausmacht, richtig nutzen? Nutze deinen eigenen Antrieb! Ich unterstütze dich sehr gern auf deinem Weg!

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2 Antworten
  1. Melanie Vogel
    Melanie Vogel says:

    Hallo Dirk,

    vielen Dank für Deinen mitreißenden Beitrag zu meiner Blogparade. Ich habe ihn mit einem Lächeln im Gesicht gelesen, mich oft selbst wieder erkannt und kann nur bestätigen, was Du schreibst. Das Leben selbst in die Hand zu nehmen ist ein tolles Gefühl und wenn Außen und Innen nicht zusammenpassen, sollte man tunlichst etwas ändern.

    Sonnige Grüße,
    Melanie

    Antworten
    • Dirk
      Dirk says:

      Hallo Melanie,

      lieben Dank für dein Feedback!
      Schön, dass dir mein Beitrag gefällt und dass du dich darin wiederfinden konntest.

      Ich freue mich sehr, wenn sich durch diesen Beitrag ganz viele Menschen trauen, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.
      Sei es nun begleitet von einem guten Coaching oder auf anderen Wegen.

      Sonnige Grüße zurück 🙂
      Dirk

      Antworten

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